Edition Zeno

Edition Zeno ist eine literarische Reihe im Manutius Verlag Heidelberg.
Sie enthält ausschließlich Erstveröffentlichungen zeitgenössischer Werke.
EditionZenoTheorie

Neben belletristischen Titeln bringt die Edition Zeno auch kulturwissenschaftliche und essayistische Arbeiten. Lieferbar sind: Steffen Dietzsch, Wandel der Welt sowie Gabi Rüth, Die Elemente und der Tod.

 

Die  
Autoren  
Ambrosi Carrion Steffen Dietzsch Dieter Rudolf Knoell Simone Katrin Paul Gabi Rüth
  Michael Rumpf Hamid Skif Ulrich Schödlbauer Thomas Weiß Ralf Willms
Die Klassiker

Rechenmacher: Seltenerden

Rechenmacher: SeltenerdenR. Rechenmacher

Seltenerden

Prosa-/Gedichte

Gebunden, 120 Seiten

Umschlagmotiv Doro Breger

ISBN: 978-3-934877-85-6

Preis: Euro 19,80

Seltenerden ist eine Gedicht- und Prosasammlung in fünf Teilen. In "Eisen" und "Seltene Steine" zeigt Rechenmacher auf Schwarz-Weiß-Photographien Orte und Dinge, deren abweisende Oberflächen die darunter liegenden Botschaften verdecken. Die Texte bringen deren Schrecken und Schönheit zum Vorschein.

Die Stimmen von Poeten behandelt er wie fremde Sprachen und spricht in "Dichter" mit und über Hallaj, Hölderlin, Blixa Bargeld oder als Rezitator vedischer Lieder.

Trotz Ortsangaben wie ›Lissabon‹ oder ›Prag‹ erklingt hier die Stimme eines Reisenden, der weiß, dass er sich an keinem bekannten, wieder auffindbaren Ort befindet.

Die "Lieder an den Hunger" sind Liebesgedichte.

Dietzsch: Wandel der Welt

Dietzsch: Wandel der WeltSteffen Dietzsch

Wandel der Welt

Gedankenexperimente

Gebunden, 336 Seiten

Umschlagmotiv: Doro Breger

ISBN: 978-3-934877-81-8

Preis: Euro 22,00

Können wir Heutigen, die wir in Erwartung natürlicher, sozialer und geistiger Katastrophen zu leben gezwungen sind, im Bemühen um unsere Selbsterhaltung und Freiheit gerade auf bisher nur als randständig vermutete praktischgeistige Resourcen vertrauen? Dazu zählt - seit Kant - vor allem der Umgang mit dem Lachen als dem Affekt, der mit Negations-, ja Nihilismuserfahrungen verbunden ist. Daraus erwächst uns Menschen überraschend aber eine Sicherheit und Freiheit, für die Ernst Jünger den Begriff gefunden hat: Désinvolture. Sie ist eine besondere Form der Heiterkeit und gehört zu den widerständigsten Reaktionsformen, über die der Mensch verfügt. So kann er selbst die Schrecken der Vernichtung bestehen. - Gerade das aber macht die hier im Wandel der Welt freigelegte Pointe für den Menschen aus, "dass in den gleichen Graden, in denen die Gefahr sich näherte, sein Wesen sich erheiterte und stärker leuchtete" (Ernst Jünger).

Schödlbauer: Hiero

Schödlbauer: HieroUlrich Schödlbauer

Hiero

Tropos

Gebunden, 416 Seiten

Umschlagmotiv Doro Breger

ISBN: 978-3-934877-75-7

Preis: Euro 24,00

Hiero ist die Geschichte einer studentischen Clique, die - irgendwann in den späten Siebzigern des abgelaufenen Jahrhunderts - sich als Teil einer schmalen Denkerelite in Westdeutschland begreift und daraus Ansprüche für ihr künftiges Leben herleitet. Im Mittelpunkt dieser Spiele von Illusion und Desillusion steht die Figur des jungen Hiero, der gerader als die anderen seinen Weg geht und kompromissloser scheitert.

Nachdenken über die Lebensbedingungen einer Generation - so könnte man die innere Thematik dieses Buches umreißen, des zweiten Bandes aus dem Zyklus "Die versiegelte Welt".

Rüth: Die Elemente und der Tod

Rüth: Die Elemente und der TodGabi Rüth

Die Elemente und der Tod

Gebunden, 256 Seiten

Umschlagmotiv: Walter Rüth

ISBN: 978-3-934877-70-2

Preis: Euro 18,00

Feuer, Luft, Erde und Wasser begleiten die Menschen seit Anbeginn und bestimmen ihr Leben auf die eine oder andere Weise. Spätestens seit der Zeit der Vorsokratiker (Thales, Anaximenes, Heraklit, Empedokles u.a.) kommt neben der lebensweltlichen eine weitere Ebene des Umgangs hinzu. In den unterschiedlichen Welterschließungsmodellen werden sie zu Urbausteinen, Elementen des Kosmos. Seither weist die metaphorische Umschreibung der Elemente und ihrer Funktionen, wie die abendländische Kultur sie vornimmt, eine doppelte Verortung auf: die in der empirischen und die in der symbolischen Welt. Die Rede über und mit den Elementen zeichnet sich dabei durch jene Ambiguität aus, die derjenigen der Elemente selbst entspricht: sie sind Bausteine des Lebens und zerstörerische Kraft.

Nun hat sich jenseits öffentlicher Rede über Erd- und Klimagipfel, Flutkatastrophen, Waldbrände und Ressourcenschonung, jenseits der konstanten medialen Auseinandersetzung mit Themen, in die die Elemente involviert sind, eine elementare Deutungsverschiebung vollzogen, die sich im 20. Jahrhundert zuspitzt und in der Literatur des auslaufenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts manifestiert. Diesem von ihr als gravierend eingeschätzten Deutungswandel, seinen Ursachen und seiner Aussagekraft in Bezug auf den kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontext, aus dem er erwächst und in den er hineinwirkt, spürt die Literaturwissenschaftlerin und Journalistin Gabi Rüth in ihrem Essay nach. Sie untersucht vor dem Hintergrund des Umschlags von der magisch-alchimistischen zur Aufklärungstradition den Gebrauch der Elemente in ausgewählten Romanen der letzten Jahrzehnte. Ihre These: Feuer, Luft, Erde und Wasser sind zu Metaphern des Todes geworden.