Alphazet der Kulturen

 

Peter Brandt / Steffen Dietzsch / Uwe C. Steiner (Hgg.)

Alphazet der Kulturen

Paperback, 347 Seiten

ISBN 978-3-944512-16-7

Preis Euro 24,00


»Das Buch ist eine Danksagung und Würdigung der wissenschaftlichen und poetischen Leistungen und Interessen von Ulrich Schödlbauer. Schödlbauer hat seit mehr als vierzig Jahren als Hochschullehrer, Publizist und Schriftsteller ganz wesentlich dazu beigetragen, für unser Verstehen der philosophischen und ästhetischen Moderne historische wie systematische Perspektiven zu eröffnen. Er hat dabei Denkeinsätze entwickelt, die uns mit neuen intellektuellen Konstellationen und Perspektiven vertraut machen, um in den kommenden geistigen Konfrontationen zu bestehen.

Im ästhetischen Bereich schlägt vor allem sein dichterisches Hauptwerk – die Organum Mortis Suite mit den Bänden Ionas, Organum Mortis und Polifem – sowohl inhaltlich wie formal neue Wege ein. In einem Interview, das Renate Solbach mit ihm führte, gibt der Autor Hinweise darauf. Das Projekt Die versiegelte Welt hat es sich zur Aufgabe gemacht, für das literarische Schreiben die ästhetischen Möglichkeiten des Internet zu erkunden und zu nutzen.

Der Band versammelt Beiträge, die sich, entsprechend dem Werk von Ulrich Schödlbauer, thematisch um drei Problemkreise gruppieren: die literarisch-poetischen Arbeiten des Laureaten, die literarisch-philosophische Situation unserer Zeit und die Entwicklung politisch-kultureller Lebens- und Bewusstseinslagen im gegenwärtigen Europa.« (Aus dem Vorwort der Herausgeber)

Beiträge:

Uwe C. Steiner: »Kunsterfahrung als Weltverstehen«. Eine Laudatio auf Ulrich Schödlbauer
Monika Schmitz-Emans: Das Alphazet. Lexikographisches Schreibprojekt und alphabetische Poetik
Ralf Willms: Implikationen und Kernaussagen im Alphazet über Leben – Kunst – Liebe
Gabi Rüth: Ulrich Schödlbauer und der Humor – Lachen am Abgrund. Anmerkungen zu Hiero
Reinhard Düssel: Gedanken zu Ulrich Schödlbauers IONAS I
Hans P. Lichtenberger: Coverversion als Conversion. – Annotationen zu Ulrich Schödlbauer, Coverversion. Giorgio Agamben und die Seinen
Herbert Ammon: Zur Kritik und Aktualität der Zivilreligion
Dietrich Harth: Horaz
Burckhard Dücker: Vom ›Entschleiern und Entsiegeln‹ zum ›Entformeln‹ – Perspektiven auf die Moderne bei Friedrich von Schiller und Kurt Schwitters
Dirk Tänzler: Fragment als Form. Versuch über Hölderlins unvollendetes Gedicht Heimath
Carlos Marroquin: Die Autobiographie im Werk von Michel Leiris
Peter Brandt: Antifaschismus und Stalinismus in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre – das deutsche Beispiel im internationalen Kontext
Steffen Dietzsch: Zweierlei Europa. Lenins oder Ortegas europäische Idee?
Arthur Schlegelmilch: Der ›Eiserne Vorhang‹ – Problemfall und Chance europäischer Erinnerungskultur
Thomas Körner: Kleine Geschichte vom Paradies
Michael Schulze: Die Geschichte von der Wasserkugel
Nur das Ende bleibt stärker. Gespräch über Gedichte. Ulrich Schödlbauer im Gespräch mit Renate Solbach

Paris: Ein Ball

 

Rainer Paris

Ein Ball

Kleine Schriften zur Soziologie

 Gebunden, 160 Seiten

ISBN: 978-3-944-512-15-0

Preis: 19,80

 

 

 Der Band versammelt verstreute Artikel und Arbeiten, die an einzelnen Situationen und Gegenständen des Alltags elementare Prozesse des Sozialen aufzuschlüsseln versuchen. Es geht in diesen Essays um Leidenschaft und Misstrauen, Spielen und Sonnenbaden, Intrige und Ordnung in Paarbeziehungen. Sie folgen damit einer Maxime des Göttinger Altmeisters Hans Paul Bahrdt: Gute Soziologie sollte so ähnlich funktionieren wie ein Jo-Jo: Vom Konkreten zum Abstrakten, dann wieder zum Konkreten, zum Abstrakten usw. usf.

Rainer Paris, Jg. 1948, war bis 2013 Professor für Soziologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Steiger: Bilder und Bibel

    Johann Anselm Steiger

   Bilder und Bibel

   Die Titelkupfer der Lutherbibel des Lüneburg Stern-Verlags (1650)

   und die Kooperation Johann Rists mit Franz Steuerhelt

   Gebunden 128 Seiten

   ISBN 978-3-944512-13-6

   Preis: 29.80

 

 

Die Titelkupferstiche der vom Lüneburger Stern-Verlag im Jahre 1650 produzierten Lutherbibel sind als wichtige Zeugnisse barock-lutherischer Intermedialität anzusehen, insofern sie Kerntexte der Bibel und Bildmedien aufeinander beziehen und einer gegenseitigen Interpretation zuführen. Alle drei Titelkupfer weisen eine komplexe, von hohem exegetischem und theologischem Reflexionsniveau zeugende ikonographische Gestaltung auf, in der – gemäß den diesbezüglich einschlägigen Grundsätzen frühneuzeitlich-lutherischer Hermeneutik – das Alte und das Neue Testament eng miteinander verzahnt werden. Intermedialität und Intertestamentarizität gehören hier zusammen

Richard Utz: Blind Dates

Richard Utz: Blind Dates Richard Utz

Blind Dates

Soziologische Begegnungen mit dem Alltäglichen

Gebunden, 208 Seiten

ISBN 978-3-944512-01-3
Euro 19,80


Alle Essays verdanken sich unerwarteten Anfragen und spontanen Antworten. Rasch kam ein Titel in den Sinn und von ihm ließ sich der Autor festlegen. Pure Lust an plötzlicher Reflexion und Vertrauen auf weitere Einfälle, Reinfall nicht ausgeschlossen, ermunterten zu tieferen Bohrungen. Ihre Themen suchen sie sich im Naheliegenden, im alltäglich ›Allzualltäglichen‹. Das Selbstverständliche wird zum »Abenteuer des Geistes« (Georg Simmel), zu einem »Blind Date« mit der Wirklichkeit, sobald wir die Komplizenschaft mit seiner fraglosen Gültigkeit aufkündigen und ihm auf diese Weise etwas von der überraschenden Außeralltäglichkeit zurückgeben, die es am Tag seiner Erfindung gehabt haben mag.