Schlüer: Ein Schatten Licht

Schlüer: Ein Schatten LichtKlaus-Dieter Schlüer

Ein Schatten Licht

Gedichte

Gebunden, 120 Seiten

ISBN 10: 3-925678-85-9

ISBN 13: 978-3-925678-85-1

Preis: Euro 14,80

Eine Maxime dieser Gedichte - deren Skala vom verschwiegenen meditativen Silbenspiel fernöstlicher Kurzformen bis zum genus sublime reicht - scheint zu lauten: nicht zuviel! Mit leichter Hand wird der Leser weggelenkt, sobald er sich ein- und festzulesen beginnt, und irgendwann fällt ihm auf, dass er weniger einen »Gedichtband« als vielmehr ein Weisheitsbuch in Händen hält.

Schödlbauer: Uhuru Peak

Schödlbauer: Uhuru PeakUlrich Schödlbauer

Uhuru Peak

Ein Bericht

Gebunden, 176 Seiten

ISBN 10: 3-925678-97-2

ISBN 13: 978-3-925678-97-4

Preis: Euro 19,80

Sechs Männer besteigen den Kilimandscharo. Sie haben - ironisch, da es sich so gehört - eine Abmachung getroffen: wer nicht hinaufkommt, geht nicht zurück. Bald gerät jeder an seine Grenze; der Sauerstoffmangel verändert das Bewusstsein. Genau darauf kommt es ihnen an - sie gehören zu den »höheren Menschen« (wie Nietzsches Zarathustra sie nennt), die nicht aufhören können, in dem, was sie tun, das Allgemeine wahrzunehmen. So haben sie die Höhenkrankheit, bevor sie einen von ihnen überfällt und die Abmachung in Kraft tritt.

Vordergründig geht es in diesem ›Bericht‹ um den alljährlich von Tausenden praktizierten, touristisch präparierten Aufstieg zum Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas mit der schier unaufhaltsam schrumpfenden Gletscherkappe, der 1848, im Jahr der gescheiterten deutschen Revolution, von dem pietistischen Missionar Rebmann ›entdeckt‹ und von dem Verlagserben Hans Meyer – bekanntestes Produkt: Meyers Konversationslexikon – erstmals 1889 bestiegen wurde. Das eigentliche Thema des Buches ist allerdings die ›dünne Luft‹, die Ausdünnung, aber auch Intensivierung der intellektuellen und emotionalen Ressourcen des Einzelnen bis hin zur Implosion der Person.

Schödlbauer beschreibt diesen Prozess aus der Innensicht der sechsköpfigen Gruppe, die zunehmend zu einer Figur verschmilzt, um, ununterscheidbar geworden, radikal auseinanderzufallen. Zurück bleibt der Einzelne, dessen ›Verbleib‹ von den anderen, den Heimgekehrten, als Rätsel empfunden und gedeckt wird.

»Unerträglich ist dies alles und überdies besorgniserregend. Denn wenn er sich auch sagen muß, daß im Augenblick nichts zu machen sei, so hält er den Hohn, der in dieser Feststellung liegt, für den Eröffnungszug einer Siegerlaune, die nicht mit Drohungen gegen Leib und Leben geizt. Die überlegene, willig anerkannte Macht, gegen die sich aufzulehnen ihm gleich zu Anfang zwecklos erschien, möchte sich nicht damit zufrieden geben, daß sie einen Jünger gefunden hat, sie will ihn ganz, sie will das Opfer. Im Gedanken daran wirkt es im nachhinein wie ein Akt unfaßbaren Leichtsinns, willig, mit gleichsam gesenktem Haupt dort unten weitergegangen zu sein, und sich damit nahezu vertrauensvoll dem Ungeheuer in die Hände überliefert zu haben.«

Schödlbauer: Erzählungen

Schödlbauer: ErzählungenUlrich Schödlbauer

Die Ethik der Naßrasur

Erzählungen

Gebunden, 160 Seiten

ISBN 10: 3-925678-70-0

ISBN 13: 978-3-925678-70-7

Preis: Euro 16,80

»Literatur über Literatur hat (nicht erst seit Gottfried Kellers wundersamer Erzählung von den »Missbrauchten Liebesbriefen«) ihre unwiderstehlichen Reize. So auch die Titelerzählung dieses schmalen Prosabandes aus der Feder eines Autors, der beides ist: Literat und Literaturwissenschaftler. Sie berichtet von den Kalamitäten, die mit der Auslobung und erstmaligen Verleihung des »Magnus-Menge-Remscheid-Preises für standhafte Literatur« verbunden sind. Und stößt dabei auf dieselbe Kernfrage wie die anderen Erzählungen dieses Bandes: Was geschieht, wenn ein Lebensweg tatsächlich eine literarische Wendung nimmt, wenn »Leben« auf der Höhe oder in den Abgründen von »Lesen« statthat, wenn »jenes Prickeln (auftaucht), mit dem der Eintritt der Literatur in das Leben sich gemeinhin ankündigt«? Die ein wenig zu evidente Antwort: Alles bisher Selbstverständliche wird im besten Falle rätselhaft, zumeist aber katastrophisch. Aber an den Katastrophen anderer können Leser bekanntlich ihr Vergnügen haben. Denn sie leben ja, indem sie lesen.« Jochen Hörisch in der Neuen Zürcher Zeitung

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